taz: Ohne Vorhang zu den Tätern

Ohne Vorhang zu den Tätern

SZENISCHE LESUNG Auch für „Im Lager hat man mich zum Verbrecher gemacht“ kooperieren der Fachbereich Geschichte und die Shakespeare Company. Diesmal Original-Schauplatz: der Sitz der Finanzsenatorin

Fünf Tage sind es noch, dann startet das Schiff, die „SS Marine Flasher“, nach New York. Nur für ihre Ausreise ist die KZ-Überlebende Feiga Bergmann nach Bremen gekommen, geht durch den Hauptbahnhof, als sie Margarete Ries wiedererkennt – als Kapo „Gretel“, der sie und die anderen Häftlinge in Auschwitz gefoltert und ihre Schwester getötet hat. Bergmann lässt Ries verhaften.

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Interview im Weser-Kurier

„Es gibt keine guten Menschen“

Spricht man von Tätern des Nationalsozialismus, geht es meist um Männer. Dass auch Frauen schuldig wurden, zeigen Schauspielerinnen und Schauspieler der Bremer Shakespeare Company in der szenischen Lesung „Im Lager hat man auch mich zum Verbrecher gemacht?. Geschichtsstudierende der Uni Bremen haben die Originalakten eines Entnazifizierungsfalls dafür herausgesucht. Angela Neumann sprach mit der Leiterin des Projekts, der Dozentin Eva Schöck-Quinteros, und dem Regisseur und Schauspieler Peter Lüchinger. In Ihrer szenischen Lesung geht es um Margarete Ries, eine junge Frau, die selbst in ein Konzentrationslager eingeliefert und dort zum Kapo, zum Funktionshäftling, ernannt wurde. Wie kann man sich Ries vorstellen?

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